Puderzucker-Wanderung

Drei Tage nach der Schneewanderung war es dann auch bei uns so weit: Schnee! 200m tiefer war es aber die sparsam-mit-Puderzucker-bestäubt-Variante. Besser als nichts!

Die nasskalten Tage der letzten Wochen hatten unserem Hund ziemlich zugesetzt. Eigentlich ist er ein kerniger Bursche, der keine Pfütze auslässt, gern in Bäche und ähnliche halbtiefe Gewässer geht, im Zweifelsfalle lieber den weiteren Weg geht und nichts gegen auch noch einen fünften Spaziergang am späten Abend hat. Inzwischen ist er aber zwölf Jahre alt, wird anhänglicher, liebt das Sofa mehr und nasse Kälte weniger. Nach solchen Spaziergängen braucht er lange um sich wieder aufzuwärmen, hat sichtlich keine Lust rauszugehen, wenn ihm das Wetter nicht gefällt… es wurde Zeit für unterstützende Maßnahmen. Eine Hundebesitzerin in der Nachbarschaft fertigte die Lösung: Hundemantel. Auf den Bildern trägt Lenny den Probemantel, der noch nicht ganz perfekt sitzt.

Kleidung ist natürlich nicht gerade „artgerecht“, auch wenn das in diesem Fall (und in vielen anderen Fällen) sicher sinnvoll und tierfreundlich ist. Hunde reagieren darauf unterschiedlich. Manche finden sie lästig, manchen scheint es egal zu sein, manche genießen es! Der Hund meiner Kindheit – ein Pekinese – fand es offensichtlich prima, von uns mit Kinder- und Puppenkleidern angezogen zu werden und dann im Puppenwagen herumgefahren zu werden. Wenn ihm etwas nicht gefiel, hat er das sehr fühlbar zum Ausdruck gebracht – deswegen bin ich sicher, dass er das gern hatte.

Der zweite Mantel ist am Hals- und Beinausschnitt besser angepasst – Hundekörper unterscheiden sich noch viel stärker als Menschenkörper, für die Konfektionskleidung ja auch oft nicht richtig sitzt. Aber, wie man sieht, stört der Mantel nicht bei wesentlichen Hundetätigkeiten.

Märchenhaft verschneite Landschaften gab es leider nicht, aber mit Zuckerguss und Puderzucker überzogene Details! Hier Holz:

Blätter:

Rinde und Baumstumpf, vom Schnee aus dem dunkel-nassen Winterwetter hell gezeichnet:

Eine Feder, auf der der Schnee schon geschmolzen war – deswegen macht man ja Bettdecken daraus, weil sie wärmen 😉

Und ein junger Brombeerzweig, der einen Holzstapel erobern will. Wenn der Förster nicht aufpasst, findet er den Stapeöl in einigen Monaten vor lauter Brombeergestrüpp nicht wieder!

Wenige Stunden später hat ein großer Unbekannter den ganzen Puderzucker schon wieder weggeschleckt… aber ich bin zuversichtlich, dass irgendwann wieder Schnee fällt!

Schneewanderung

Gestern haben M. und ich eine kleine Schneewanderung gemacht. Warum das Bild oben so dunkel ist? Nun, es WAR so dunkel. Auf der einen Seite lechtzte ich schon seit offiziellem Winterbeginn nach „richtigen“ Winterbildern. Kindheitsgeprägt bedeutet das für mich Schnee. Auf der anderen Seite wollte ich den Wahnsinn vermeiden, der sich in den letzten Tagen über die Touri-Zentren der Mittelgebirge ergoss. Also habe ich Karten gewälzt, den Wetterbericht minutiös verfolgt und für gestern ein geeignetes Ziel und eine geeignete Zeit ausgemacht: Mit dem ersten Tageslicht in die Nähe von Oerlinghausen. Wir waren also schon eine halbe Stunde vor Sonnenaufgang vor Ort, und das an einem trüben Tag – nur der Schnee machte, dass es hell genug war um ohne Taschenlampe loszugehen.

Wir hatten zwei Hunde dabei, die genausoviel Spaß hatten wie wir!

Und wenn das jetzt so aussieht, als hätten die Hunde mehr Spaß gehabt als die Menschen – nein. Stimmt nicht. Ich persönlich hatte trotz meines Übergewichtes, klobiger Schneeschuhe, dicker Jacke, Phototasche und wegen letzter Schneeflöckchen vom Himmel notwendiger Kapuze das Bedürfnis, jauchzend herumzurennen! Das habe ich auch gemacht. Weil ich die mit der Kamera war, gibt es natürlich kein Bild davon.

M. ging es ähnlich. Wir waren beide ganz hingerissen von der Schönheit der Landschaft!

Zweifellos deckt der Schnee auch manchen weniger schönen Anblick zu. Auch hier haben die trockenen Sommer wohl ihre Schäden hinterlassen. Derweil bin ich ganz fasziniert von Wander-Apps. Ich habe inzwischen zwei Apps und mehrere Strecken ausprobiert. Die Informationen sind erfreulich genau, das alte Drama mit Wanderkarten (Soll dieser zugewachsene Pfad jetzt unser Weg sein? Und diese Markierung an der Kreuzung, auf welchen der fünf Wege beziehet sie sich – auf der Karte sind nur vier eingezeichnet?) ist vergessen. Ich schätze gute Karten immer noch sehr – sie vermitteln einen besseren Überblick als das kleine Display eines Smartphones, zeigen mehr Landschaftsstrukturen und haben eine bessere Legende – aber es ist halt viel schwieriger, den eigenen Standort darauf zu bestimmen.

Egal. Verschneite Waldwege, die Sonne ist immer noch nicht über den Horizont gestiegen:

Noch mehr Schneelandschaft und Hunde im Glück…

In den letzten Tagen war ich fast täglich draußen, immer mit Kamera, aber nur wenig erschien mir photographierenswert. Nieselregen, trüb, kein farbiges Herbstlaub mehr, keine interessanten Makros in Sicht, die ich nicht schon letzte Woche abgelichtet hatte… ich habe tatsächlich kaum Bilder gemacht, und das, obwohl ich jemand bin, der eigentlich überall kleine Juwelen entdecken kann. Dieser Spaziergang hat dann wieder die Dämme brechen lassen! Wunderbar!

Eine verschneite Kiefer – noch zu jung um sie zu fällen (was ich in Mischwäldern häufig beobachtet habe)? Oder der einzige gesunde Baum auf der Fläche?

Wir waren die ersten auf dem Parkplatz, die ersten im Wald – alle Spuren sind (noch) von uns!

Zwei relativ entspannte Rehe kreuzten unseren Weg. M. hat sie zu erst gesehen. Das zweite blieb lang genug auf dem Weg stehen, damit ich hastig ein unscharfes Photo machen konnte.

Zum Glück interessieren sich die beiden Hunde nur für Menschen, andere Hunde und Leckerchen:

Ich bin sicher, dass die Hunde im Wald regelmäßig die Fährten von zahlreichen Tieren erschnuppern können. Wir Menschen finden die nur bei Schnee so leicht (und die Hunde haben sich für die zahlreichen frischen Kaninchen-Spuren überhaupt nicht interessiert).

Weiter ging es durch den verschneiten Tann… langsam wurde es auch heller!

Unter dem recht feuchten, also schweren Schnee haben sich Äste und junge Bäume gebogen und so Hohlwege geformt, die sonst sicher ganz anders aussehen.

Inzwischen war die Sonne wohl aufgegangen, was in dem Nebel + tiefe Wolken natürlich nicht richtig zu sehen war.

In der Ferne tauchte dann dieser mythische Ort auf…

Die verfallene Kirche wird Hünenkapelle genannt – ein frühmittelalterliches Bauwerk inmitten eines interessanten Siedlungsgebietes. Zahlreiche Anzeigetafeln, die mich an diesem Tag nicht interessiert haben, erzählen von Geschichte und archäologischen Befunden. Ich bin sicher, dass die Gegend bei schönem Wetter gut besucht ist! Auch ich werde sicher wieder her kommen, wenn in ein paar Monaten alles grün ist.

Ich frage mich, ob hier wohl noch Gottesdienste abgehalten werden. Die Inschrift lautet „Im Kreuz ist Heil“.

Die Hunde fanden die Ruine nicht so interessant wie wir und fingen bei längeren Stehpausen schnell an zu frieren. Also ging es weiter. Das Gelände wurde schwieriger – unbefestigte Wege, teilweise steil bergab. Der Boden unter dem Schnee war nicht gefroren, also matschig – wir mussten tüchtig aufpassen wo wir hintraten!

Die App zeigte einen kleinen Abstecher, der zu einem lohnenden Aussichtspunkt führte. Wir waren keine Augenblick zu früh da – in den wenigen Minuten dort zogen die tiefhängenden Wolken ins Tal und hüllten die Hänge und Bäume in einen weißen Schleier…

Zweige mit Schnee…

Noch mehr verschneide Bäume und Wege…

Eine der zahlreichen Leckerchen-Pausen:

So tief hingen die Äste teilweise:

An dieser Rotbuche kann man sehen, wie Zweige und Knospen den Schnee auffangen:

Der Biologe ist natürlich immer mit unterwegs. Dieser Baum ist mit Pilzen besiedelt, also teilweise schon länger abgestorben.

Noch mehr Wald…

Es war zweifellos der schönste Spaziergang, den ich seit langer Zeit gemacht habe. Ich will unbedingt nochmal her kommen! Im Sommer lockt neben ganz viel Grün ein Wassertretbecken, ein kleiner Bach samt Quelle, die ganzen Infotafeln mit zugehörigen Geländestrukturen und Siedlungsresten… ich freu mich drauf! Was bei diesem Spaziergang wichtig war: Wir waren sehr früh dort – siedlungsnah gelegen waren gegen Ende des Rundweges doch recht viele Menschen unterwegs, und nicht alle waren Jogger oder Hundebesitzer. Die Wetterplanung hat perfekt funktioniert – mal gucken, ob ich das in den nächsten Tagen nochmal so gut hinkriege!

Kerzen und Räuchermännchen

Bevor unser Adventskranz Platz gemacht hat für eine Weihnachtspyramide, habe ich noch ein bisschen mit Kerzenlicht, Makro und den Räuchermännchen gespielt.

Es war erstaunlich schwierig, den Rauch auf’s Bild zu bannen, zuerst wollte die Räucherkerze nicht und dann war der Rauch für das Auge zwar gut sichtbar, aber die Kamera sah das anders… da muss ich mich wohl nochmal einlesen.

Etwas besser hier, mit viel Rumrücken der Männchen in Relation zur Kerze und sogar Zusatzbeleuchtung mit Taschenlampe:

Man beachte Vogel und Hund, die die Räuchermännchen auf der Hand haben:

Nebel auf dem Heimweg

Wie sich die Wahrnehmung doch verändern kann! Bis vor einigen Monaten habe ich Nebel als lästig und bedrückend empfunden. Lästig ist er beim Autofahren immer noch, aber inzwischen finde ich, dass er Stoff für besondere Photos ist. Vor knapp zwei Wochen war es dann soweit: Zum ersten Mal seit meinem Wetter-Webinar hatte ich Nebel + Zeit + Kamera. Auch wenn es nicht dieser wunderschön-mystische Bodennebel ist, sondern einfach nur graue Suppe… Auf jeden Fall habe ich auf dem Heimweg von der Arbeit ein paar Stopps und Abstecher gemacht.

Interessant, wieviel Autos auf den Wirtschaftswegen unterwegs waren, die ich da benutzt habe! Autos mag ich auf meinem Photos in der Regel nicht, ebenfalls mag ich es nicht, wenn ich auf einem schmalen Weg anhalte und aussteige und dann zum Wagen zurückhetzten muss, weil mitten in der Pampa ein anderes Auto die Straße nutzen will… Ich hätte mir an der einen oder anderen Stelle mehr Muße gewünscht (oder mehr Ausweichstellen, wo man das Auto ohne im Wege zu sein abstellen kann).

Zu Hause musste ich dann die Gunst der Stunde nutzen und bin gleich ab in den Wald! Hier die Rotbuchen, mit ihren schlanken und glatten Stämmen:

Mann und Hund waren wieder dabei, was man hier nur ahnen kann:

Reste von Buchenlaub bringen einen Hauch von Farbe…

Ganz hinten kann man Menschen ahnen.

Sekunden später sind sie fast im Nebel verschwunden…

Das folgende Bild ist übrigens nicht, wie manche oben, noch ein bisschen entfärbt, sondern es war tatsächlich so grau:

Zu den wunderbaren Dingen des Winters gehört der starke Kontrast von drinnen und draußen. Kalt und klamm nach Hause kommen zu heißem Tee und Kerzenschein… da ist der Sommer mit allen seinen Vorzügen doch vergleichsweise kontrastarm.

Dunkel? Stört mich nicht.


Ein sonniger Dezembertag

Gestern waren wir mal wieder in der näheren Umgebung unterwegs, mein Mann, der Hund, meine Kamera und ich. Die Sonne schien, die Luft frisch, nicht zu kalt – wunderbar! Dank eines neuen Spielzeuges weiß ich, dass wir 6,2km gegangen sind mit achtbaren 5,2km/h – trotzt Photopausen! Allerdings waren es nicht so viele wie sonst – wir sind eine sehr ähnliche Runde vor Kurzem erst gegangen (die mit den Emus), ebenfalls bei Sonne – nicht jedes Motiv muss man vierundreißigfach photographieren… Dem folgenden hätte weniger Sonne gut getan – ich hab davon fünf gemacht, aber der Kontrast des Motives war einfach zu hoch, der geheimnissvolle Weg ersäuft einfach in der Undeutlichkeit…

Wieder typisch war der Kommentar meines Mannes:“Wo war das denn?“ – während er inzwischen ein gutes Auge für größere Motive/Landschaften entwickelt, sind die kleinen Dinge nicht so seins. Wobei „klein“ hier nicht ganz stimmt – 30-40cm ist die Rispe groß gewesen und befand sich in Augenhöhe am Wegesrand.

Die Landschaft reizte mich diesmal nicht so sehr, aber Makro-Motive finde ich immer!

Und hier hat die Wintersonne den Waldboden angeleuchtet, den Brombeeren erobert haben:

Wir sind auch wieder durch den Klostergarten gekommen, drei Arten: Kanandagans, Stockente, Rabenkrähe + falsches Objektiv + zu viel Sonne. Aber als Erinnerungsphoto genügt es.

Ich hab auch wieder einige Versuche unternommen den Hund schön auf’s Bild zu kriegen. Aber er war, wie meistens, eher unkooperativ. Warum guckt der nie zu mir, wenn ich ihn rufe?!?

Photographisch mag ich ja Nebel und Drama am Himmel lieber, aber so ein sonniger Winterspaziergang ist trotzdem schön!

Auf dem Johannisberg

Letzte Woche hatte ich wieder einen Termin in Bielefeld. Nachdem ich beim letzten Mal auf der Sparrenburg war, bin ich diesmal zum gegenüberliegenden „Berg“ gefahren, dem Johannisberg. Vor dem termin allerdings hatte ich ein bisschen Zeit, und die habe ich an dieser Mauer verbracht:

Da gab es Efeu, dessen Blätter ich wegen ihrer Form und Struktur sehr mag.

An die Mauer schloss sich ein Zaun an, der noch viel spannender war. Auch, aber nicht nur wegen der Pflanzen, die auf dem verwilderten Grundstück dahinter wuchsen – hier Brombeere:

Der eiserne Zaun und die einsetzende Dämmerung an einem trüben Tag… schön melancholisch…

Nach meinem Termin bin ich dann zum Johannisberg gefahren. Dort war ich noch nie, sogar hatte ich ihn noch nie beachtet, obwohl man sozusagen dran vorbei fährt, wenn man den Ostwestfalendamm nimmt. Der Berg (Hügel) stellte sich als Naherholungsgebiet heraus, großer Parkplatz, Kletterpark, Hotel mit wunderbarer Aussichtsterrasse (wiederkommen!!!). Erstmal standen schon in Parkplatznähe große Bäume:

Man muss ein kleines Stück gehen, bis man Blick auf den Horizont – heute mit einem Fitzelchen Abendrot – hat:

Geht man noch ein Stück weiter Richtung Hotel, hat man jede Menge Aussicht über die Stadt:

Und selbstvertständlich kann man von hier aus auch auf die Sparrenburg sehen – Blaue Stunde!

Wieder ein Ort, der sich lohnt bei unterschiedlichem Wetter und verschiedenen Tageszeiten zu besuchen!

Nächtliche Lichter im Advent

Eine arbeitsreiche Woche nähert sich dem Ende, in der ich hier nichts geschrieben habe, aber trotzdem täglich mit der Kamera unterwegs war. Zu den Dingen, die ich an dieser dunklen Zeit liebe, gehören die Lichter, mit denen Häuser und Bäume geschmückt werden. Dabei schätze ich am meisten die „Tannenbäume“, dann auch noch sehr leuchtende Sterne und Girlanden um Türen und Fenster, etwas weniger, aber je nach Machart auch nachgezeichnete Dachkanten, am liebsten noch wenn sie wie Eiszapfen herunterhängen, und ganz unten auf der Beleuchtungsskala rangieren bei mir Blinklichter… die finde ich tatsächlich fürchterlich, mehr wie billige Reklame als wie weihnachtlicher Schmuck. Wie dem auch sei, hier kommt meine Beute von drei Spaziergängen. Zuerst drei Fenster-Sterne:

„Tannenbäume“ – die in der Regel keine echten Tannen sind, aber heut geht es ausnahmsweise nicht um Botanik. Ein paar habe ich bewußt unscharf gestellt, um diese schönen Leuchtkugeln zu bekommen…

Girlanden und geschmückte Häuser:

Eine kritische Disziplin sind bunte Lichter. Auf der einen Seite: Kitsch. Verstößt gegen die reine Lehre des Kerzenlichtes. Auf der anderen Seite hatte wir, als ich Kind war, eine bunte Lichterkette, der Draht war buschig mit silbernen „Tannennadeln“ geschmückt, alle 20cm ein Glöckchen aus weißem, mit Schnee bestäubtem Kunststoff, darin ein zierliches buntes Lämpchen… Ich wollte immer im Kinderzimmer einen eigenen kleinen tannenbaum haben, nur mit dieser Lichterkette! Um dieser Erinnerung willen… hier die bunten:

Die Bunten haben mich dann inspiriert… Langzeitbelichtungsspielereien…

Einen besonderen Schatz hat M. die Tage im Wald gefunden. Irgendeine frohe Seele hat dort einen Weihnachtsbaum geschmückt (in diesem Fall eine junge Kiefer n.det.) mit Christbaumkugeln, Strohsternen und einer batteriebetriebenen Lichterkette…

Sonnenuntergang, der 351.782ste

Wie vielleicht schon aufgefallen ist, mag ich Sonnenauf- und -untergänge. Damit bin ich nicht allein, es ist alles andere als originell, Waldsilhouette, ein paar Wolken, tüchtig bunt – tausende Male gesehen… ich finde es trotzdem immer wieder schön! Diese beiden Bilder und ihre zahlreichen Geschwister sind zwischen Herzebrock und Marienfeld entstanden. Unten gefiel die Szenerie einem Flugzeug so sehr, dass es unbedingt mit auf’s Bild wollte.

Wenn ich das nächste Mal fliege, versuche ich einen Flug in der Dämmerung zu erwischen! Das muss über den Wolken phantastisch aussehen!!

Igel – Update 11

Ich hab eine ganze Weile nicht geschriebn, nicht, weil es nichts zu schreiben gab, sondern weil ich mir Sorgen gemacht habe. Und in diesem Blog sollen eigentlich nur positive Sachen stehen. Weil es vorgestern leise Entwarnung und heute Morgen erfreuliche Neuigkeiten gab, schreibe ich jetzt!

Spiky hatte ja eine eiternde Verletzung in der Achselhöhle, also Igel-Bauchseite. Die ist mit ärztlicher Hilfe, Antibiotikum und Kamillenbad inzwischen verheilt. Leider hat sich dann auf der Schulter, also dem Igel-Rücken eine dicke Beule gebildet. Das war ein Abzess, das der Tierarzt geöffnet und ausgespült hat – mit dem Hinweis, dass sich Spikys Aussichten nicht eben verbessern. Naja. Igel sind zäh, ich bin bereit zu pflegen, also ran. Aus dem täglichen Kamillenbad ist zuerst eine Spülung mit Spritze und Kamillentee geworden, dann bin ich – angesichts der Größe der Aufgabe – zu einer Dusche unter dem kräftig laufenden Wasserhahn übergegangen. Spiky bevorzugt eindeutig die Badewanne. Ein weiterer Tierarztbesuch bescheinigte Besserung, es gibt also weiter Dusche und Vierteltablette. Soweit die erste gute Nachricht.

Die zweite gute Nachricht: Heute Nacht hat unsere Igelprinzessin ihren Käfig auf Links gekrempelt! Das Häuschen hat sie umgestoßen, es lag mit Eingang nach oben. Mangels Bett hat sie sich dann unter das Zeitungspapier gewühlt, was angesichts meiner Schichtungstechnik beim Auslegen keine einfache Aufgabe war! SO benimmt sich ein Igel, dem es gut geht!